DENKMAL WEITER

Kulturveranstaltungen zur Einweihung des Holocaust-Denkmals in Berlin

Das Dokumentations- und Kulturzentrum und der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma laden herzlich ein zu "DENKMAL WEITER - Sinti und Roma Kulturveranstaltungen zur Einweihung des Holocaust-Denkmals in Berlin".

Zwischen dem 19. und 25. Oktober 2012 präsentieren wir Ihnen Theaterabende, Konzerte, Ausstellungen, Diskussionen, Lesungen, Vorträge und Zeitzeugengespräche und möchten damit einen Impuls zur Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer Gesellschaft geben.

Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma wird in der deutschen Öffentlichkeit nach wie vor nur unzureichend diskutiert. Genau wie Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma, die noch heute täglicher Diskriminierung ausgesetzt sind. Der zunehmende Rassismus in Europa bedroht jedoch nicht nur Sinti, Roma und andere Minderheiten, sondern die europäischen Werte an sich, deren Kern die Menschenrechte sind.

Über 20 Jahre nach der vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma ergriffenen Initiative wird das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas am 24. Oktober 2012 im Beisein von Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel endlich eingeweiht. Die Bundesregierung setzt damit ein Zeichen, das nicht allein in die Vergangenheit weist, sondern vor allem Verantwortung für Gegenwart und Zukunftsymbolisiert.

Die Veranstaltungsreihe DENKMAL WEITER begleitet die Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas. Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen!

Hinweis: Die Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas am 24. Oktober um 11.30 Uhr in Berlin ist eine Veranstaltung der Bundesregierung. Sie wird im Auftrag des Staatsministers für Kultur und Medien Bernd Neumann von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas organisiert. Bitte richten Sie eventuelle Fragen und Anliegen zu dieser Veranstaltung daher unbedingt an:

Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Georgenstraße 23, 10117 Berlin

Telephon: +49 (0)30 2639430, Email: info[at]stiftung-denkmal.de

Pressekontakt: sauerbrey I raabe. büro für kulturelle angelegenheiten, Anna Jacobi, jacobi[at]sauerbrey-raabe.de.

Hier finden Sie die Pressemappe zum Download.

You can find our english press kit here.

Hier finden Sie den Veranstaltungsflyer zum Download.

Hier finden Sie die Stellungnahme von Ms Irina Bokova, Director-General of UNESCO, anlässlich der Eröffnung des Denkmals.

Die Photos auf dieser Seite stehen bei Nennung des jeweiligen Photographen zu Ihrer Verfügung. Weitere Photos, etwa von Zoni Weisz oder Romani Rose, hält Anna Jacobi für Sie bereit.

Achtung, Terminänderung: Das Konzert der Roma und Sinti Philharmoniker unter der Leitung von Riccardo M Sahiti in der Philharmonie Berlin ist auf nächstes Jahr verschoben.

(Dokumentations- und Kulturzentrum Dt. Sinti und Roma)

19.10.2012, 11 Uhr | Topographie des Terrors: Ausstellungseröffnung "The Holocaust against the Roma and Sinti and Present Day Racism in Europe"

Mit Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg

Entrechtet, gettoisiert und in die Vernichtungslager deportiert, wurden Sinti und Roma während des Nationalsozialismus systematisch verfolgt und ermordet. Diesem Völkermord fielen etwa 500.000 Sinti und Roma zum Opfer. Nach Jahrzehnten der Verdrängung und Leugnung ist inzwischen ein breites öffentliches Bewusstsein entstanden. Vor diesem Hintergrund will die Ausstellung aktuelle Konfliktlagen über ein besseres Verständnis der Vergangenheit überwinden helfen. Familienbilder und persönliche Zeugnisse der Opfer geben den verfolgten und ermordeten Sinti und Roma ein Gesicht. In vier Stationen werden die Themen Entrechtung, Ermordung, Verdrängung und heutige Diskriminierung aufgegriffen.

Die Ausstellung ist vom 19. bis 26.10.2012 in der Topographie des Terrors in englischer Sprache zu erleben. Ein deutschsprachiger Audioguide steht zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung zur Eröffnung unter veranstaltungen@topographie.de oder 030 2545090 wird bis 15.10.2012 gebeten. Da die Ausstellung im Auditorium präsentiert wird, steht nur eine begrenzte Anzahl von Sitzplätzen zur Verfügung.

19.10. – 25.10.2012, 11 – 19 Uhr | Theater Aufbau Kreuzberg: Otto Pankok, Ceija Stojka, Alfred Ullrich

Der Völkermord an den Sinti und  Roma hinterließ eine große Leere. Werke unterschiedlicher Künstlergenerationen dokumentieren diesen Verlust im Theater Aufbau Kreuzberg: Otto Pankok (1893-1966) portraitierte in den 1930er Jahren die Sinti Familien seiner Nachbarschaft. Diese Kohlezeichnungen dienten ihm als Vorlage für die hier präsentierten Grafiken. Die österreichische Romni Ceija Stojka (geb. 1933) ist eine der wenigen Überlebenden ihrer Familie. Ausgestellt ist der Zyklus „Auch der Tod hat Angst vor Auschwitz“. Der Sinto Alfred Ullrich (geb. 1948) zeigt die Fotodokumentation seiner performativen Aktion „Perlen vor die Säue werfen“, entstanden am Tor des ehemaligen tschechischen KZ und heutigen Schweinemastbetriebs Lety, in dem 326 Roma ermordet wurden.

Geöffnet tägl. 11 – 19 Uhr, zu den Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung. Eintritt frei.

Karen Dahmen (Ágnes Darószi) und Nicole Averkamp (Helen Stiepel) (Klaus Fröhlich)

20.10.12, 20.00 Uhr, Theater Aufbau Kreuzberg: "Einigkeit und..." (Uraufführung) Gastspiel des Theater und Orchester Heidelberg

Von: Dirk Laucke, Regie: Tobias Rausch
Helen Stiepel ist Lokaljournalistin, die nach Ungarn fährt, um über die Partnerstadt Kolöstzemiskata zu berichten. Übersetzen darf ein gewisser Schorsch, der ihr so ziemlich alles an rassistischen Umtrieben gegen die Minderheit der Sinti und Roma im gegenwärtigen Ungarn zu zeigen scheint. Doch dann verschwindet Helen. Ihr Sohn Max begibt sich auf die Suche...

„Einigkeit und ...“ basiert auf einer Recherchereise nach Ungarn, die der Autor Dirk Laucke im Februar 2012 unternommen hat. Dabei ist ein Stück entstanden, das halb fiktional und halb dokumentarisch die Diskriminierung der Sinti und Roma in Ungarn beleuchtet.

13 Euro, erm. 8 Euro

21.10.12, 12.00 Uhr, Theater Aufbau Kreuzberg: "'... Recht und Freiheit' oder DULDUNG DELUXE" - Eine Podiumsdiskussion und vier Projekte, die sich mit Gedenken an die Vergangenheit und Antiziganismus von heute beschäftigen

Mit Emran Elmazi (Amaro Drom e.V.), Kenan Emini (Initiative „Alle bleiben“), Dirk Laucke (Theaterautor), Moritz Pankok (Galerie Kai Dikhas), Nihad Nino Pusija (Fotograf), Wolfgang Wippermann (Historiker)

Zwischen der historischen Verfolgung der Sinti und Roma und ihrer Verfolgung heute bestehen zahlreiche Bezüge, die dargelegt und untersucht werden sollen. Die Veranstaltung stellt vier Projekte vor, die sich mit dem Gedenken an die Vergangenheit und den Antiziganismus von heute beschäftigen: das partizipative Fotografieprojekt „Duldung Deluxe“ von Nihad Nino Pusija in Zusammenarbeit mit Emran Elmazi und Kenan Emini, das Theaterstück „Einigkeit und ...“ von Dirk Laucke, das Medienprojekt „Blaudes – Tanzen und Filmen gegen Rassismus und Vergessen“ von Nadja Winterstein und den Film „Phabaj Berlin“ von Árpád Bogdán.

Moderation: Dr. Elizabetha Jonuz (Universität Köln)

Eintritt frei. In Zusammenarbeit mit ROMANISTAN. Crossing Spaces in Europe, der Allianz Kulturstiftung, Culture Democracy e.V., der Galerie Kai Dikhas und dem Amaro Drom e.V. 

21.10.12, 18.00 Uhr, Galerie Kai Dikhas: "Das Brennglas" - Lesung mit Petra Rosenberg aus den Erinnerungen ihres Vaters Otto Rosenberg

Otto Rosenberg, ein deutscher Sinto, der den Holocaust überlebte, erzählt im Buch „Das Brennglas“ von seinen Erinnerungen. 1936 wurde der neunjährige Otto Rosenberg mit seiner Familie ins „Zigeunerlager“ Marzahn umgesiedelt und 1943 nach Auschwitz deportiert, wo ein Großteil seiner Familie starb. Er selbst kam nach Buchenwald, Dora und Bergen-Belsen – und überlebte. Vom Weiterleben in Deutschland berichtet Rosenberg erschütternd, einprägsam und lakonisch. Es liest seine Tochter Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin Brandenburg.

Eintritt frei.

Laura Burckhard (Else), Sibel Polat (Lehrerin), Joanna Kapsch (Mutter), Massoud Baygan (Vater) (Klaus Fröhlich)

21.10.12, 18.00 Uhr, Grips Theater im Podewil "Elses Geschichte" (Uraufführung) Gastspiel des Theater und Orchester Heidelberg

Nach dem Kinderbuch von Michail Krausnick, Bühnenfassung: Nada Kokotovic und Nedjo Osman, Regie: Nada Kokotovic

Else Matulat wächst Ende der 30er Jahre am Rande von Hamburg auf. Es herrscht Krieg. Trotzdem gehen Else und ihre Freundinnen zur Schule und versuchen ein normales Leben zu führen. Was Else nicht weiß: sie ist nicht das leibliche Kind ihrer Eltern und wurde von den Nazis als „Zigeunermischling“ klassifiziert. In einer Frühjahrsnacht 1944 ändert sich für das Mädchen alles. Sie wird abgeholt und mit anderen Sinti- und Roma-Familien nach Auschwitz deportiert. Vater Matulat setzt alle Hebel in Bewegung, um Else zurückzuholen.

Ab 9 Jahren, 10 Euro, erm. 7 Euro

21.10.12, 22.00 Uhr, A-Trane Charlottenburg: Konzert Jermaine Landsberger und Stochelo Rosenberg

Jermaine Landsberger (p), Stochelo Rosenberg (g), Joel Locher (b), Sebastiaan De Krom (dr)

Virtuose Spieltechnik, sprühende Musikalität und ein untrüglicher Sinn für Melodik und Phrasierung? Klar! Wenn Jermaine Landsberger die Hammond Orgel spielt und Stochelo Rosenberg an der Gitarre swingt. In Symbiose schaffen die beiden mit ihren Begleitern ganz eigene Formen: Es erklingt also Sinti-Swing vom Feinsten im legendären Charlottenburger Club.

16 Euro, erm. 12 Euro

In Oswald Marschalls Boxclub trainieren Deutsche Meister

22.10.12, 18 Uhr: Johann Trollmann Boxcamp Kreuzberg: Lesung mit Roger Repplinger und vorherigem Schauboxkampf

Johann Trollmann, genannt „Rukeli“, war ein deutscher Sinto und gewann 1933 den Deutschen Meistertitel im Halbschwergewicht. Rukelis ungewöhnlicher und erfolgreicher Boxstil wurde als „undeutsch“ gebrandmarkt. Die Nationalsozialisten verhinderten Titel und Karriere und ermordeten ihn 1944 im Außenlager Wittenberge des KZ Neuengamme.

Der Journalist Roger Repplinger hat sich in seiner Doppelbiografie mit der Geschichte des „arischen“ Fußballstars Tull Harder und des „Zigeuner-Boxers“ Johann Trollmann auseinandergesetzt. Die beiden Sportidole begegneten sich im KZ – Trollmann als Häftling, Harder als SS-Kommandant des Lagers. In der nach Johann Trollmann benannten Sporthalle am Marheinekeplatz boxen vor der Lesung die Amateurboxer vom Boxclub Minden unter der Leitung des Sinto Oswald Marschall in einem Schaukampf. Eintritt frei.

23.10.12, 18.00 Uhr, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Ort der Information: "Ich wollte nach Hause, nach Ostpreußen! Das Überleben eines deutschen Sinto" Buchvorstellung und Lesung mit Reinhard Florian und Robert Gallinowski

Es liest der Schauspieler und Maler Robert Gallinowski. Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, moderiert den Abend. Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, führt in das Thema ein. Eintritt frei.

Reinhard Florians Erinnerungen bieten Einblicke in die bislang weitgehend unbekannte Verfolgung der ostpreußischen Sinti. Sie erscheinen anlässlich der Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas. Reinhard Florian, 1923 geboren, 1941 verhaftet, überlebte Deportation und mehrere Lager, Hunger und einen Todesmarsch.

„Die Wirklichkeit, meine ich, das Lagerleben, diese brutale Vergangenheit. Die steckt im Menschen drin. Die geht nicht mehr raus, selbst wenn wir das wollten, und wir wollen es gerne vergessen. Unser Leben wird bestimmt von dieser brutalen Vergangenheit.“ Reinhard Florian

Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma bieten ab Ende Oktober 2012 in Berlin und Heidelberg einen gemeinsam erarbeiteten Workshop für Schulklassen und Jugendgruppen an. Unterstützt durch Videointerviews von im Nationalsozialismus verfolgten Sinti und Roma lernen die Teilnehmenden Strukturen und Orte der Verfolgung kennen und setzen sich mit der Perspektive der Verfolgten auseinander.

Frank Wiegard (Hans) (Jochen Klenk)

23.10.12, 20.15 Uhr, Maxim Gorki Theater / Studio: "Zigeuner-Boxer", Gastspiel des Badischen Staatstheaters Karlsruhe

Von: Rike Reiniger, Regie: Frederik Tidén
Der junge Tagelöhner Hans freundet sich mit dem „Zigeuner-Boxer“ Ruki an. Ruki ist Deutschlands bester Boxer. Trotzdem wird ihm der Meisterschaftstitel aberkannt. 1944 treffen sich die beiden im Konzentrationslager wieder. Hans versucht heute, sich an das Unerträgliche zu erinnern – zum Beispiel daran, wie Ruki und er zur Belustigung der Wachmänner gegeneinander kämpfen mussten. Ein bewegender Monolog nach der Biographie des im KZ ermordeten Sinto Johann „Rukeli“ Trollmann.

Im Anschluss an die Vorstellung Publikumsgespräch mit Dr. Silvio Peritore (stellv. Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma) und Rike Reiniger.

12 Euro, erm. 7 Euro

Ferenc Snétberger bei einem Konzert mit seinen Schülern (Fülöp Máté / HVG)

24.10.12, 18.00 Uhr, Allianz Forum: Konzert mit Ferenc Snétberger, dem Kammerorchester „Concerto Budapest“ unter der Leitung von András Keller und Schülern des Snétberger Music Talent Centers

Bei dem von der Manfred Lautenschläger Stiftung geförderten Konzert spielen Ferenc Snétberger und das Kammerorchester „Concerto Budapest“ zunächst Snétbergers Concerto für Gitarre und Orchester „In Memory for my People“, 1995 komponiert zur Erinnerung an die Holocaust-Opfer der Sinti und Roma. Anschließend präsentieren Ferenc Snétberger und die Schüler des Music Talent Centers musikalische Welten zwischen Klassik, Jazz, ungarischer Roma-Musik und Django Reinhardt.

Der Gitarrist und Komponist Ferenc Snétberger ist inspiriert von der Roma-
Tradition seiner ungarischen Heimat. Als jüngster Sohn einer Musikerfamilie studierte er klassische Musik und Jazzgitarre. Er ist heute besonders für seine Improvisationskunst und das genreübergreifende Spiel bekannt und gehört zu den herausragenden Gitarristen weltweit. 2011 gründete er in Ungarn das „Snétberger Music Talent Center“, das jährlich 60 junge Roma in ihrer musikalischen Ausbildung und Karriere fördert.

Eintritt für geladene Gäste.

Settela Steinbach beim Abtransport nach Auschwitz. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurde sie, ihre Mutter und neun Geschwister ermordet (NAA Rijswijk)

25.10.12, 18.30 Uhr, Anne Frank Zentrum: Settela ein Vortrag von Aad Wagenaar

Die Geschichte des Holocaust hat unzählige Gesichter. Eines davon ist das der Anne Frank. Ein anderes Gesicht war bis vor ein paar Jahren unbekannt: ein Mädchen mit weißem Kopftuch und großen Augen, das vor der Deportation nach Auschwitz einen letzten Blick durch die Tür eines Güterwaggons wirft – im Mai 1944 im Durchgangslager Westerbork mit einer Filmkamera festgehalten. Ein halbes Jahrhundert später entdeckt der niederländische Journalist Aad Wagenaar ihre Identität: Settela Steinbach. 9 Jahre. Sintezza. Aad Wagenaar schildert in seinem Vortrag von dieser außergewöhnlichen Spurensuche.

Im Anschluss Podiumsdiskussion (Moderation: Andreas Pflock, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma) und Empfang in der Ausstellung „Anne Frank. hier & heute“.

Eintritt frei. Eine Anmeldung unter veranstaltung@annefrank.de oder 030 288865641 wird empfohlen.

18.10.12, 10 Uhr, Sonderveranstaltung, Stiftung EVZ: Ausstellungseröffnung Bedrängte Existenz

Sechzehn Roma, die die deutsche Gewaltherrschaft in der Ukraine während des Zweiten Weltkrieges überlebten, berichten von ihrem wechselvollen Lebensweg im Krieg, der Nachkriegszeit und über ihren Alltag heute. Die Fotografin Birgit Meixner porträtierte im Mai 2012 Roma in der Ukraine, die an Projekten der Stiftung EVZ teilhaben. Meixners Porträts sind Momentaufnahmen aus dem Leben einer auch heute noch bedrängten ethnischen Minderheit.

Die Projekte zu Gunsten Not leidender Roma werden durch das EVZ-Programm „Spenden für NS-Opfer“ gefördert, dass aufgrund einer Spende der Deutschen Bahn AG mit fünf Millionen Euro ausgestattet wurde. So konnte die Stiftung EVZ ihr humanitäres Engagement für NS-Opfer in Mittel- und Osteuropa seit 2011 deutlich ausweiten.

Programm

▪ Begrüßung Dr. Martin Salm, Vorstandsvorsitzender Stiftung EVZ
▪ Gastbeitrag „Soziale Situation überlebender Roma in Solotonoscha“ Olena Fjudr, Projektleiterin „Ame Roma“ (Ukraine), Alumni Stipendiatin der Stiftung EVZ
▪ Ausstellungseröffnung mit der Fotografin Birgit Meixner
▪ Stehempfang

Anmeldung zur Eröffnung bis zum 11. Oktober 2012 erbeten: Veronika Sellner, Stiftung EVZ Tel.: 030 25929749 ⋅ Fax: 030 25929711
E-Mail: veranstaltungen@stiftung-evz.de

Die Ausstellung kann entliehen werden.
Ansprechpartnerin: Evelyn Scheer ⋅ E-Mail: scheer@stiftung-evz.de

Die Stiftung EVZ zeigt die Ausstellung vom 18. Oktober bis 16. November in ihrem Foyer.

Stiftung EVZ
Lindenstraße 20–25, 10969 Berlin

2013, Sonderveranstaltung, Philharmonie Berlin: Konzert der Roma und Sinti Philharmoniker unter der Leitung von Riccardo M Sahiti

„Requiem für Auschwitz“ In g-moll op. 4 für Soli, Chor, Orgel und Orchester von Roger Moreno Rathgeb

Wie kein anderer Ort ist Auschwitz symbolhaft mit den Völkermordverbrechen der Nationalsozialisten verknüpft. Das Requiem gedenkt der Opfer, die in Auschwitz ermordet wurden, und ist gleichzeitig eine Hommage an das Leben.

In Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Verein der Sinti und Roma Frankfurt am Main e.V. und der Stichting Alfa (Tilburg, NL) in Kooperation mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma und dem Förderverein Roma e.V., Frankfurt am Main.

28 Euro, 26 Euro und 24 Euro, Abendkasse

Eine Delegation des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma besucht am 3. April 2012 die Baustelle vor dem Bundestag, auf der das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas entsteht (Jens Jeske)