Publikationen

"Der Abtransport ging glatt vonstatten"

Vor 70 Jahren wurden erstmals deutsche Sinti- und Roma-Familien in das besetzte Polen deportiert. Die so genannte Mai-Deportation wurde zum Modell einer bürokratisch organisierten, menschenverachtenden Prozedur. Zugleich war sie die Generalprobe zum Völkermord an den Sinti und Roma Minderheit.

"Deutsche Literaturnobelpreisträger und ihre 'Zigeuner'"

Manuskript des Vortrags von Prof. Dr. Wilhelm Solms am 26. November 2013 im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma. Prof. Dr. Wilhelm Solms stellt dar, inwiefern antiziganistische Stereotype in Werken der 13 deutschsprachigen Literaturnobelpreisträger und -trägerinnen aufgegriffen werden.

 

"Gegebenenfalls unter Anwendung unmittelbaren Zwangs"

Sterilisation und Euthanasie in der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik

Manuskript des Vortrags von Wolfgang Eckart am 22. Mai 2001 im Dokumentations- und Kulturzentrum.

Antiziganismus - Soziale und historische Dimensionen von "Zigeuner"-Stereotypen

Der Tagungsband dokumentiert die Ergebnisse einer interdisziplinären wissenschaftlichen Tagung, die im Herbst 2012 im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma stattfand. Ziel der Tagung war es, Stärken und Schwächen des "Antiziganismus"-Begriffs neu zu dikutieren, das Phänomen in deinen vielfältigen Aspekten zu untersuchen und nicht zuletzt Handlungsoptionen auzuzeigen. Die in diesem Band versammelten Aufsätze verstehen sich als wissenschaftliche Beiträge zur "Antiziganismusforschung" und verdeutlichen die historische und soziale Dimension des aktuellen Diskurses.

Der Tagungband kann in Buchform zu einem Preis von 14,80 € zzgl. Porto beim Sekretariat des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma (sekretariat@sintiundroma.de) bestellt oder direkt hier heruntergeladen werden:

2015_Tagungsband_Antiziganismus.pdf

Antiziganismus in der deutschen Öffentlichkeit. Strategien und Mechanismen medialer Kommunikation

Das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma legt mit der Studie von Markus End eine Untersuchung vor, in der erstmals die Wirkungsweise von antiziganistischen Ressentiments in den Medien detailliert aufgezeigt wird. An einer Vielzahl von Beispielen, die gerade nicht auf extreme Formen von Vorurteilen abzielen, kann Markus End aufzeigen, wie die Berichterstattung über Sinti und Roma in einem antiziganistischen Deutungsrahmen verortet werden kann und so die zum Teil jahrhundertealten Klischees und Vorurteile bestätigt und aktualisiert werden.


Hier finden Sie die deutsche Kurz- und Langfassung der Studie sowie die englische Kurzfassung als Download:

Kurzfassung Deutsch

Kurzfassung Englisch

Langfassung Deutsch

 

Der nationalsozialistische Völkermord an den Roma in der besetzten Sowjetunion (1941-1944)

Gutachten für das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Während die Erforschung des NS-Völkermords an den Sinti und Roma im damaligen „Großdeutschen Reich“ große Fortschritte gemacht hat, steht die historische Aufarbeitung der gegen Sinti und Roma gerichteten Vernichtungspolitik in den deutsch besetzten oder mit Hitler-Deutschland verbündeten Staaten noch weitgehend am Anfang. Dies zeigt nicht zuletzt ein Vergleich mit der kaum überschaubaren Zahl an Einzelstudien über die Ermordung der europäischen Juden. So haben Historiker die Quellen sowjetischer Provenienz, die den Genozid an den Roma in der deutsch besetzten Sowjetunion dokumentieren, fast völlig außer Acht gelassen. Das vorliegende Gutachten hat sich zum Ziel gesetzt, diese Forschungslücke zumindest teilweise zu schließen.

Die katholischen Bischöfe und die Deportation der Sinti und Roma nach Auschwitz-Birkenau

Aufsatz von Romani Rose

Die Nazis, der Fall Gumbel und die Heidelberger Universität

Manuskript des Vortrags von Christian Jansen am 8. Mai 2001 im Dokumentations- und Kulturzentrum

Christian Jansen erläutert am Beispiel der Universität Heidelberg, wie die nationalistische und antisemitische Studentenbewegung an der wohl politisch liberalsten deutschen Universität der Weimarer Republik innerhalb kurzer Zeit großen Einfluss erringen konnte.

Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Hausprospekt

Die Broschüre stellt die Aufgaben und die Arbeit des Heidelberger Zentrums vor.

Inszenierung des Fremden

Fotografische Darstellung von Sinti und Roma im Kontext der historischen Bildfoschung

Das Buch beleuchtet am Beispiel der Fotografie die Rolle visueller Medien bei der Entwicklung zumeist vorurteilsbeladener Bilder über unsere Minderheit. Frühe Zeugnisse der Fotografiegeschichte werden dabei ebenso behandelt wie die Presse- oder Reportagefotografie der Gegenwart.

Ein besonderer Schwerpunkt bildet der Umgang mit dem fotografischen Erbe des Nationalsozialismus und dessen Verwendungspraktiken in Ausstellungen oder in der politischen Bildung.

Die Beiträge zeigen eindrücklich die historischen Wurzeln des heutigen Antiziganismus auf und machen deutlich, welchen Stellenwert Stereotypen über „Zigeuner“ in der Vorstellungswelt der Mehrheit und im öffentlichen Raum hatten und bis heute haben.