15.04.2019 |  Allgemein

Romani Rose traf mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Informationsaustausch zusammen

Auf Einladung der Bundeskanzlerin traf am 15. April 2019 Romani Rose, der Vorsitzende des Dokumentatations- und Kulturzentrums sowie des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, im Berliner Kanzleramt mit Dr. Angela Merkel zusammen.

Foto: Bundesregierung / Jesco Denzel

Foto: Bundesregierung / Jesco Denzel

Bundeskanzlerin Merkel ließ sich von Rose über die aktuellen Probleme der Minderheit in Deutschland und die neuen Aufgaben für den Zentralrat informieren.

Dabei ging es um das nach wie vor hohe Maß an Antiziganismus in Deutschland und in den europäischen Ländern, insbesondere in den Staaten des Westbalkan und in Südosteuropa.  Der hohe Migrationsdruck dort und die Zuwanderung nach Mitteleuropa und nach Deutschland stellen den Zentralrat vor neue Aufgaben.

Romani Rose hob hervor, daß die Bundesregierung mit dem Entschluß zur Einrichtung einer Unabhängigen Kommission Antiziganismus ein Beispiel gesetzt hat für die europäischen Länder.  Von der Kommission seien substantielle Empfehlungen für die Bekämpfung des Antiziganismus zu erwarten, die dann aber auch von Politik und Gesellschaft umgesetzt werden müßten.  Wichtig sei dabei, die Beiträge von Sinti und Roma zur deutschen und zur europäischen Kultur in allen Bereichen, von Musik über Film und Literatur bis zu Malerei und Bildender Kunst zu dokumentieren und öffentlich zu machen.