04.04.2019 |  Allgemein

Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma übernimmt RomArchive

Das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma und RomArchive, das digitale Archiv der Sinti und Roma, freuen sich, anlässlich des Welt-Roma-Tags am 8. April bekannt zu geben, dass das Dokumentationszentrum die Trägerschaft von RomArchive übernommen hat. RomArchive, das digitale Archiv der Sinti und Roma ist online unter www.romarchive.eu zugänglich.

Foto von der Vertragsunterzeichnung am 27. März 2019 (c) Nihad Nino Pušija

Das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma und RomArchive, das digitale Archiv der Sinti und Roma, freuen sich, anlässlich des Welt-Roma-Tags am 8. April bekannt zu geben, dass das Dokumentationszentrum die Trägerschaft von RomArchive übernommen hat.

Die Projektinitiatorinnen Franziska Sauerbrey und Isabel Raabe, die Kulturstiftung des Bundes, die Bundeszentrale für politische Bildung und das Dokumentations-und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma haben sich darauf verständigt, dass das Heidelberger Zentrum das RomArchive übernehmen wird, nachdem ursprünglich das in Berlin ansässige Europäische Roma-Institut für Kunst und Kultur (ERIAC) als zukünftige Trägerinstitution vorgesehen war. Als wissenschaftliche Facheinrichtung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma verfügt das bereits in den 1990er Jahren gegründete Dokumentationszentrum über jahrelange Forschungserfahrung, ein europaweites Netzwerk und die nötige politische Reputation, um das umfangreiche RomArchive künftig erfolgreich führen zu können. Sowohl das Dokumentationszentrum als auch das ERIAC betonen ihr Interesse an einer engen Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung des RomArchive. Der Übernahmevertrag wurde am 27. März 2019 von Romani Rose für das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma unterzeichnet.

„Mit der Übernahme der Trägerschaft des Projekts RomArchive unterstreicht das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, wie wichtig es ist, die vielfältigen kulturellen Beiträge, die Angehörige unserer Minderheit in ganz Europa geleistet haben und immer noch leisten, sichtbar zu machen“, betont Romani Rose. „Denn nur durch die Dokumentation des kulturellen Erbes von Sinti und Roma und der Verdeutlichung des hohen Werts dieser lange ausgegrenzten Kultur kann der Antiziganismus bekämpft und wirkungsvoll zurückgedrängt werden.“

Die Projektinitiatorinnen Isabel Raabe und Franziska Sauerbrey freuen sich „mit dem Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma eine Institution gefunden zu haben, die den Anforderungen der Anschlussförderung entspricht, und insbesondere, dass das Dokumentationszentrum das Archiv ausbauen und weiter wachsen lassen möchte. Wir sind sehr gespannt auf die weitere Entwicklung von RomArchive.“ 

RomArchive, das digitale Archiv der Sinti und Roma ist online unter www.romarchive.eu zugänglich.

Ausführliche Bildbeschreibung: Foto von der Vertragsunterzeichnung am 27. März 2019 (c) Nihad Nino Pušija,  v.l.n.r., vorne: Isabel Raabe (RomArchive – Digitales Archiv der Sinti und Roma), Romani Rose (Zentralrat Deutscher Sinti und Roma), Franziska Sauerbrey (RomArchive – Digitales Archiv der Sinti und Roma); hinten: Emran Elmazi (Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma), Oswald Marschall (Zentralrat Deutscher Sinti und Roma), Hortensia Völckers (Kulturstiftung des Bundes), Kirsten Haß (Kulturstiftung des Bundes), Herbert Heuß (Zentralrat Deutscher Sinti und Roma)

Weitere Informationen zum RomArchive in der Pressemitteilung als PDF-Datei.