Der Europäische Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma

Der von der Manfred Lautenschläger Stiftung gestiftete Europäische Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma wurde anlässlich des 10-jährigen Gründungsjubiläums des Dokumentationszentrums Deutscher Sinti und Roma im November 2007 ins Leben gerufen und wurde im Dezember 2008 erstmalig verliehen. Vor dem Hintergrund der äußerst besorgniserregenden Menschenrechtssituation der Sinti und Roma in vielen europäischen Staaten – vor allem in Ost- und Südosteuropa – soll dieser Preis ein Beitrag zur Wahrung und Durchsetzung der Bürgerrechte sowie der Chancengleichheit für die Angehörigen der Sinti- und Roma-Minderheiten in ihren jeweiligen Heimatländern sein. Zugleich versteht sich der Preis als ein Signal an die politisch Verantwortlichen, an Medien und gesellschaftliche Gruppen in Europa, gegen tief verwurzelte Klischees und Vorurteilsstrukturen vorzugehen, um die alltägliche Ausgrenzung der Minderheit schrittweise zu überwinden. Wir wollen mit dem Europäischen Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma mithin gesellschaftliches Engagement stärken und Politik und Bürger dazu auffordern, aktiv für die tatsächliche Gleichbehandlung von Sinti und Roma, ihre selbstverständliche Einbeziehung in alle Bereiche des öffentlichen Lebens, einzutreten. 

Nicht zuletzt soll der Preis die politischen und gesellschaftlichen Anstrengungen unterstützen, von Diskriminierung Betroffene nachhaltig zu schützen, um ihnen langfristig ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Mit dem Preis werden Einzelpersonen, Gruppen oder Institutionen vorrangig aus der Mehrheitsbevölkerung ausgezeichnet, die sich der Verantwortung aus der Geschichte stellen und sich in vorbildlicher Weise für eine Verbesserung der Menschenrechtssituation der Sinti und Roma eingesetzt haben.

Der Preis wird das nächste Mal im März 2019 im Europäischen Parlament in Brüssel verliehen.

Das Programm und weitere Informationen finden Sie in Kürze an dieser Stelle.